forum schule. - Magazin für Lehrerinnen und Lehrer

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Die Luxus-Kinder kommen

Immer mehr Eltern greifen für ihren Nachwuchs tief in die Taschen – der Markt für Mode und Spielzeug boomt.

Stöckelschuhe und Designerkleidchen:Eltern, die für einen Babywagen 1000 Euro und mehr ausgeben? Sind längst keine Seltenheit mehr. Inzwischen gibt es Designer- Buggys von Fendi oder handgearbeitete Modelle mit Carbon-Rahmen der Firma Concord. Auch für die Garderobe der Kleinen und Kleinsten greifen offenbar immer mehr Eltern tief in die Taschen: Ein Schlafanzug ist von Dior für 120 Euro zu haben, Kinderschuhe von Prada für 200 Euro oder ein Strampler- und Schnuller-Set der Trendmarke „Rock Star Baby“ für 99 Euro – kaum ein Modelabel, das mittlerweile nicht mit einer eigenen Baby- und Kinderkollektion auf dem boomenden Markt ist.

Wer es sich leisten kann, investiert zunehmend in Luxus für den eigenen Nachwuchs. Trotz Finanzkrise war für die Spielzeugbranche das vergangene Jahr ein gutes – vier Prozent mehr gaben die Deutschen in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres aus. Seit 2005 sind die Jahresumsätze der Spielzeughersteller (einschließlich der Anbieter von Videospielen) um mehr als ein Drittel auf rund 4,3 Milliarden Euro gestiegen. Auch zu Weihnachten macht sich das bemerkbar: Im Schnitt bekommt jedes Kind in Deutschland mittlerweile Geschenke im Wert von 240 Euro.

Die neue Lust auf Teures erfasst off enbar auch immer mehr Jugendliche. Die Zeitschrift „Bravo“ hat für die Wirtschaft Jugendliche befragt, um deren Konsumwünsche zu ermitteln. Mode und Kosmetik ist schon für die 12- und 13-Jährigen ein großes Thema. 57 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe melden ein hohes Interesse an Kleidung an, 46 Prozent an Körperpflegemitteln – und zwar an teuren Markenprodukten. „In der Zeit des Übergangs von der Grundschule in die weiterführende Schule fangen die Jugendlichen an, sich für Marken zu interessieren“, haben die „Bravo“-Marktforscher herausgefunden. Ihr Ratschlag an die Unternehmen: „Besonders in dieser Phase ist der Zugang für Marken zu den Jugendlichen leicht und sollte genutzt werden.“ Eltern und Lehrer sollten gewappnet sein.

Mia setzt sich an die Spitze

Die Namen „Mia“ und „Leon“ wurden im letzten Jahr in Deutschland am häufigsten von Eltern für ihre Neugeborenen gewählt.

Jeder 100.Ab 2015 werden wohl gleich mehrere Grundschüler in einer Klasse auf die Namen „Mia“ und „Leon“ hören. Dies sind jedenfalls 2009 in Deutschland, wie jetzt bekannt wurde, die belieb testen Vornamen für Neugeborene gewesen. Leon konnte seine Spitzenposition aus dem Vorjahr halten, Mia zog an Hanna(h) vorbei auf Platz eins. Auch in Nordrhein-Westfalen entschieden sich Eltern im vergangenen Jahr am häufigsten für diese beiden Namen. An zweiter Stelle hierzulande folgten Lea(h) und Luca/ Luka, an dritter Position standen Hanna(h) und Ben. Anna, Lukas, Leonie und Marie zählen schon seit knapp zehn Jahren zu den beliebtesten Namen bei Eltern. Die Hitliste der Vornamen basiert auf mehr als 100.000 Geburtsmeldungen.

DAZU AUCH: UNSERE GLOSSE

Byzanz: Pracht und Alltag

Schätze aus dem Oströmischen Reich sind jetzt in Bonn zu sehen.

Engel aus dem 6. Jahrhundert:Vom 26. Februar bis zum 13. Juni präsentiert die Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn 600 Kostbarkeiten des Byzantinischen Reiches – Reliquienschreine und Räuchergefäße, prunkvolle Halsketten und Ikonen. Computeranimationen und Kurzfilme zeigen den Besuchern die wichtigsten Plätze von Byzanz wie Konstantinopel, Thessaloniki oder das Katharinenkloster am Sinai und rekonstruieren die byzantinische Lebenswelt.

Gesucht: Die besten Lehrer

Wettbewerb läuft wieder an.

Bundespräsident Horst Köhler ist Schirmherr des Deutschen Lehrerpreises, eines Wettbewerbs, der die öffentliche Wertschätzung des Berufsstands erhöhen soll. Jetzt steht die nächste Runde an. In einer ersten Kategorie nominieren Schüler des Abschlussjahrgangs 2010 besonders engagierte Lehrer, in einer zweiten Kategorie bewerben sich Pädagogen mit innovativen Unterrichtskonzepten. Anmeldungen: bis zum 26. April. www.lehrerpreis.de

Film über die Stasi

Birthler-Behörde will Schüler informieren.

Filmszene:Viele Schüler wissen zu wenig über die DDR. Selbst im ostdeutschen Brandenburg hält mehr als ein Drittel der Zehnt- und Elftklässler, so hat die Freie Universität Berlin ermittelt, die Staatssicherheit für einen normalen Geheimdienst. Marianne Birthler, Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, steuert nun gegen – ihre Behörde hat einen 40-minütigen Unterrichtsfilm produziert, in dem Opfer zu Wort kommen. Schutzgebühr: 5 Euro. Bezug unter: GZ.BF3@bstu.bund.de

Lernen in den Ferien

Kostenloses Angebot für Jugendliche

Ab sofort können Lehrer ihre Schülerinnen und Schüler für die „LernFerien Nordrhein-Westfalen 2010“ anmelden. Das kostenlose Angebot in den Bereichen Berufsorientierung, Versetzung sichern und Begabtenförderung richtet sich an Jugendliche aller allgemeinbildenden weiterführenden Schulen. Die „LernFerien“ finden landesweit statt. Im vergangenen Jahr nahmen mehr als 1.000 Schüler teil. www.lernferien.nrw.de

Neuer Studiengang in Dortmund

„Begleitung von Schulentwicklungsprozessen“

Die Dortmunder Akademie für Pädagogische Führungskräfte (DAPF) hat einen Zertifikatsstudiengang „Begleitung von Schulentwicklungsprozessen“ in ihr Angebot aufgenommen. Die Teilnehmer werden befähigt, eine eigene Beraterrolle einzunehmen und Bildungseinrichtungen zu begleiten. Die Ausbildungsleiter sind erfahrene Trainer. Dauer: Mai 2010 bis November 2011. Kosten: 3. 300 Euro. www.dapf.tu-dortmund.de

Mädchen und Technik

Jetzt anmelden für MINTProjekt

Pädagogen aller Schulformen können sich ab sofort für das Projekt „Mädchen wählen Technik“ anmelden. Ziel ist, eine Unterrichtsreihe zur gendersensiblen Technik- und Naturwissenschaftsförderung zu entwickeln. Teilnehmende erhalten Workshops etwa zur Unterrichtsgestaltung. Außerdem bekommen sie 500 Euro Unterstützung pro durchgeführtem Unterrichtsprojekt. www.maedchenwaehlentechnik.de

Neu auf dem Markt

Wir mögen dich so, wie du bist

Wir mögen dich so, wie du bistAnnette von Rantzau Passagen Verlag, 24,90 Euro

Auch vermeintlich privilegierte Internatszöglinge haben gravierende Lernprobleme, die des vollen pädagogischen Einsatzes bedürfen. Der ganzheitliche Ansatz, den die Leiterin des Internats Schloss Rohlstorf in ihrem Buch beschreibt, mag für Halbtagsschulen in aller Fülle kaum umsetzbar sein. Anregend ist er allemal.

Karten für den Unterricht

SITEMAPwww.stepmap.de gratis

Ob Goethes Italienreise oder der Humboldtstrom: Mit „stepmap“ lassen sich Landkarten von beliebigen Weltregionen selbst erstellen und multimedial einsetzen. Einfach zu bedienen.

Bewegung im Schulalltag

Bewegung im Schulalltag (FOTO: WWW.KYBUN.CH)Gesundheitsmatte „kyBounder“ Ab rund 70 Euro

Immer mehr Kinder leiden unter Bewegungsmangel. Im Unterricht gegenzusteuern zu können, ohne gleich eine Sportstunde veranstalten zu müssen, dies verspricht die Firma kybun. Sie bietet eine Trainingsmatte an, die in Kombination mit einem Stehpult zur ständigen Balancearbeit zwingt.

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