
Gütesiegel Individuelle Förderung
Schulen fragen – Experten antworten
27. November bis 3. Dezember 2006
Alle Schulen in Nordrhein-Westfalen können sich für das 'Gütesiegel Individuelle Förderung' bewerben. Was müssen Schulen beachten, die sich bewerben wollen? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Service-Woche von forum schule. Unsere Expertinnen und Experten haben Ihre Fragen beantwortet.
Unsere Expertinnen und Experten haben Ihre Fragen beantwortet.
Über die psychischen Bedingungen von Sportunfällen
Sind es eher die risikofreudigen oder vorsichtigen Typen, die sich im Sportunterricht verletzen?
Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt einer Studie des Arbeitsbereichs Sportpsychologie an der
Universität Münster und des Gemeindeunfallversicherungsverbands Westfalen-Lippe. Aus den
Ergebnissen der Untersuchung lassen sich einige Konsequenzen für die Unterrichtsgestaltung und
die Verhütung von Sportunfällen ziehen.
Wie unterschiedliche Rahmenbedingungen von Schulen bei Leistungsvergleichen und
Ressourcenzuteilungen berücksichtigt werden können
Das Bekenntnis zu schulischer Eigenverantwortung bei der Qualitätsentwicklung
hat zur Folge, dass jede einzelne Schule zukünftig mehr als je zuvor in den Blick
gerät. Sowohl bei Leistungsvergleichen als auch bei Ressourcenzuteilungen spielt dabei
die Frage, inwieweit Schulen mit besonderen lokalen bzw. standortspezifischen Voraussetzungen
auch besonders berücksichtigt werden müssen, eine zunehmend große Rolle.
Wie sehen faire Verfahren aus, um die Besonderheit einer Schule bzw. ihrer Lernkontexte
festzustellen?
Ein Gespräch mit Nordrhein-Westfalens Schulministerin Barbara Sommer über eigenverantwortliche Schulen und individuelle Förderung
Individuelle Förderung als neue Leitidee für die Schule
Das neue Schulgesetz in Nordrhein-Westfalen räumt allen Kindern und Jugendlichen
ein Recht auf individuelle Förderung ein. Was in der einen oder anderen Form
bereits praktiziert wird, soll zur Leitidee des Unterrichts werden: eine neue
Förderkultur, die jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler
im Blick hat, nicht nur die Leistungsschwachen und die besonders Begabten, sondern
auch die Schülerinnen und Schüler im eher unauffälligen Leistungsmittelfeld.
Förderung am Leibnitz-Gymnasium Essen
Das Leibniz-Gymnasium im Essener Norden liegt in einem ehemaligen Bergarbeiterviertel.
Ausländer- und Arbeitslosenquote liegen über dem Durchschnitt der Stadt Essen.
Die Fördermaßnahmen der Schule tragen dem sozialen Hintergrund der Schülerinnen
und Schüler Rechnung. Ein Schwerpunkt liegt auf dem fachlichen Lernen. Eine wichtige Rolle
spielen dabei u. a. Förderunterricht in Kleingruppen und die Hausaufgaben als eine
grundlegende Form des Wiederholens und Vertiefens.
Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße Aachen
Die Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße hat ein Förderkonzept entwickelt, das sich aus vielen einzelnen Maßnahmen zusammensetzt. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung der grundlegenden methodischen und fachlichen Kompetenzen durch eine Stärkung des eigenverantwortlichen Arbeitens.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick
Das Schulgesetz ist zum 1. August 2006 grundlegend novelliert worden. Im Mittelpunkt steht die individuelle Förderung in der eigenverantwortlichen Schule. An dieser Stelle geben wir einen Überblick über die zentralen Änderungen.
Ein Gespräch mit dem Sprachdidaktiker Hans-Joachim Roth über Sprachtests und vorschulische Sprachförderung
Der Aquazoo in Düsseldorf
Die Begegnung mit dem Original ist ein wichtiges Thema im Biologieunterricht. Nicht immer muss dabei die einheimische Flora und Fauna im Mittelpunkt stehen. Exotische Tiere in extremen Lebensräumen können Schülerinnen und Schüler im Aquazoo in Düsseldorf erleben.
Taschenrechner oder Taschencomputer?
Elektronische Rechner sind heute unverzichtbarer Bestandteil des Mathematikunterrichts. Auch in den Lernstandserhebungen Klasse 8, den zentralen Prüfungen am Ende der Sekundarstufe I und beim Zentralabitur ist ihre Nutzung vorgesehen. Doch welcher Rechner ist der Richtige?
Über den Stellenwert kultureller Bildung in der Schule
Aufmerksamkeit ist ein knappes Gut. In Zeiten von PISA und anderen Schulstudien hat es die kulturelle Bildung nicht immer leicht, Beachtung zu finden. Erschwerend kommt hinzu, dass schulische und außerschulische Akteure in der Regel einem unterschiedlichen Bildungsverständnis folgen. Grundlage aller Bemühungen sollte jedoch die Feststellung sein, dass Kultur in der Schule viel mehr ist als Kunst- und Musikunterricht.
Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen
Noch vor einigen Jahren waren Sie die große Ausnahme und wurden häufig auch skeptisch betrachtet – Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen. Diese Zusammenarbeit entwickelt sich seit kurzer Zeit zu einem flächendeckenden Modell in NRW.
Hans-Willi Winden, Leiter der Bischöflichen Maria-Montessori-Gesamtschule, über die Partnerschaft seiner Schule mit einem Unternehmen
Was beim Transfer beachtet werden sollte
Lernergebnisse aus Fortbildungen in den Schulalltag zu integrieren, ist keine leichte Aufgabe. Aspekte des Transfers sollen Moderatorinnen und Moderatoren daher von Anfang an mit berücksichtigen. Aber auch Schulleitungen und im Rahmen der Fortbildungsplanung auch die Kollegien sind für einen erfolgreichen Transfer verantwortlich.
Die Ganztagshauptschule Willich sucht die Balance zwischen Bildungs- und Erziehungsauftrag
Schule ist ein Ort der Wissensvermittlung und immer mehr auch Sozialisationsinstanz. Dieser Herausforderung begegnet die Johannesschule mit einer intensiven Zusammenarbeit von Lehrkräften und Sozialpädagogen – seit diesem Schuljahr auch im Ganztag.
Seit 1997 gibt es in die Kiel die freie Grundschulwahl
In Nordrhein-Westfalen werden mit Beginn des Schuljahres 2008/09 die Grundschulbezirke abgeschafft. Eltern können ihre Kinder dann an der Grundschule ihrer Wahl anmelden. Der Anspruch auf den Besuch der wohnortnächsten Grundschule bleibt allerdings bestehen. Einige Kommunen in NRW unternehmen diesen Schritt bereits 2007. In Kiel haben Lehrkräfte, Eltern und Kinder bereits seit 1997 die freie Schulwahl.